Blog

Schwangerschaft
02.  Mai 2017

Die Schwangerschaftsbetreuung im Kantonsspital Graubünden

Dr. med. Carolin Blume ist Chefärztin der Geburtshilfe im Kantonsspital Graubünden. Sandra Krapf ist Leiterin der Gebärabteilung. Gemeinsam mit ihren Teams sorgen die beiden dafür, dass die Schwangerschaftsbetreuung vom ersten Kontakt mit dem Kantonsspital Graubünden bis zur Geburt für werdende Eltern so angenehm, sicher und reibungslos wie möglich verläuft. Für den KSGR-Blog beschreiben die beiden, wie die Schwangerschaftsbetreuung im Kantonsspital Graubünden aussieht.

Der erste Kontakt findet normalerweise telefonisch statt. «Der Schwangerschaftstest war positiv, man hat etwas gerechnet und gesucht, wann die letzte Periode war und meldet sich dann bei seinem Arzt oder direkt im Spital.» erklärt Dr. med Carolin Blume die ersten Schritte des Betreuungszyklus. Beim ersten Termin mit dem Arzt oder der Ärztin versucht man gemeinsam so genau wie möglich herauszufinden, in der wievielten Schwangerschaftswoche sich die werdende Mutter befindet. Man klärt die medizinische Vorgeschichte und allfällige andere Faktoren, die auf die Schwangerschaft Einfluss haben könnten.

Dr. Google und das Problem, nicht planen zu können

Schwangerschaft, Besprechung mit der werdenden Mutter, Hebammensprechstunde

Die werdende Mutter wird von der Hebamme untersucht.

Jede Frau hat entweder schon ihre eigenen Erfahrungen gemacht oder von Erfahrungen anderer gehört. Für das Arztpersonal und die Hebammen gilt es dann, in Gesprächen herauszufinden, wie diese Vorstellungen, vielleicht sogar Ängste aussehen. Wird eine Frau schwanger, wird sie von allen Seiten mit Erfahrungsberichten eingedeckt – ob sie nun will oder nicht. Da muss die Schwangere lernen, sich abzugrenzen und dem eigenen Körper zu vertrauen. Sandra Krapf präzisiert: «Es gibt keine dummen Fragen. Man sollte sie sich aber von geschultem Fachpersonal und nicht von Dr. Google beantworten lassen.» Genau dafür ist die Gebärabteilung da.

Während einer Schwangerschaft gibt es viele Einflüsse, die man selbst nicht steuern kann. Eine detaillierte Planung ist nicht möglich. Damit haben werdende Mütter hin und wieder Mühe. Umso wichtiger ist es, dass im Gespräch herausgefunden wird, was die Grundvorstellungen oder Bedürfnisse der Paare sind.

Paare beeinflussen sich gegenseitig

Welcher Teil eines Paares in den Sprechstunden nervöser ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Das ist sehr unterschiedlich. Das Klischee des panischen Vaters, der mit der tiefenentspannten Partnerin auftaucht, stimmt demnach kaum. Vielmehr ist es so, dass beide Partner in einem ähnlichen Gemütszustand im Spital ankommen. Manchmal ist es sogar so, dass die Mutter während der Geburt ihren Partner beruhigen oder ihn zur Ruhe anhalten muss. Wichtig ist es, dass man während der Gespräche herausspürt, ob jemand nervös oder unsicher ist und man entsprechend darauf eingehen kann. Es soll niemand überfordert werden.

Infoabend für werdende Eltern

Babyfüsschen auf der Hand

Babyfüsschen

Wie soll ich mich melden? Wann soll ich mich melden? Wo kann ich mich melden? Solche Fragen beantwortet der Infoabend für werdende Eltern des Kantonsspitals Graubünden. Einmal pro Monat werden dort die Philosophie sowie die verschiedenen Angebote des Kantonsspitals Graubünden vorgestellt. Ausserdem können sich die werdenden Eltern auf der Geburts- und Wochenbettstation umsehen. Eine Frage, die immer wieder auftaucht, ist, wer sich beim Spital melden soll, wenn die Wehen einsetzen. «Wir wünschen uns eigentlich, dass die Frauen selbst anrufen. Da hört man aus der Stimme oder aus anderen paraverbalen Signalen relativ klar heraus, wie akut die Situation im Moment ist. Am Telefon lässt sich dann auch gut besprechen, ob die werdende Mutter schon ins Spital kommen soll, oder ob das Ganze noch etwas Zeit hat», erklärt Krapf.

Die ideale Betreuung

«Wir freuen uns über jede Frau, die sich dafür entscheidet, sich von uns betreuen und unterstützen zu lassen. Dabei haben wir den Vorteil, dass wir hier über die geballte Kompetenz und das Fachwissen verfügen, um von der unkomplizierten raschen Geburt bis zur Hochrisiko-Schwangerschaft allen werdenden Müttern, die zu uns kommen, die ideale Betreuung zukommen lassen zu können.» schliesst Dr. med. Carolin Blume.

Infoabend «Gebären und geboren werden»

Jeden 1. Mittwoch im Monat findet in der Frauenklinik Fontana unser Informationsabend für werdende Eltern statt. Hier erfahren Sie alles rund um das Thema Geburt und Wochenbett und können unsere Station besichtigen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Gebären und geboren werden (PDF)

0 Kommentare

Klicken, um ein neues Bild zu erhalten

Die mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Carolin Blume
Ansprechpartner

Dr. med.
Carolin Blume

Chefärztin Geburtshilfe und Stv. Departementsleiterin

Tel.+41 81 254 81 53 (Sprechstunde, für Terminvereinbarungen)

Fax.+41 81 254 84 10

E-MAIL