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Aus dem Spital
06.  Jun 2019

Einfach mal abtauchen

Die Temperaturen steigen und so lockt auch die Erfrischung im kühlen Nass eines nahen Bergsees. Einer, der zu jeder Jahreszeit gerne in Bündner Seen abtaucht, ist Michele Donnicola. Der Abteilungsleiter ICT-Infrastrukturmanagement des Kantonsspitals Graubünden (KSGR) ist leidenschaftlicher Rettungsschwimmer, Taucher und Kursleiter bei der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) Chur. Die Faszination fürs Tauchen und seine berufliche Karriere am KSGR haben eines gemein: die Verbindung von Medizin und Technik.

Michele Donnicola beim Bergseetauchen im Sommer...

Seit fast 20 Jahren kümmert sich Michele Donnicola um die ICT-Infrastruktur des KSGR. Dabei ist er zusammen mit seinem 18-köpfigen Team dafür zuständig, dass Computer, medizinische Geräte und Haustechnik miteinander verbunden sind. Täglich müssen der Betrieb aufrechterhalten und Probleme behoben werden. Zusätzlich, betont Michele Donnicola, müsse der grössere Zusammenhang im Auge behalten werden, damit das Netzwerk für die Zukunft gerüstet sei: «Die Arbeit ist sehr vielfältig. In einem Moment bin ich mit der Lösung eines sehr detaillierten technischen Problems beschäftigt und im nächsten müssen strategische Überlegungen gemacht werden, um sicherzustellen, dass das KSGR für die Zukunft als modernes Spital gerüstet ist.»

An der Schnittstelle von Medizin und Technik
Der Churer hat sich bereits mit seiner Lehre bei der Hamilton Bonaduz bewusst für eine Karriere entschieden, die seine Interessen für Medizin und Technik vereint. Dies lässt sich auch in seinem Hobby wiederfinden. Donnicola ist begeisterter Rettungsschwimmer und Taucher bei der SLRG Chur. Dort unterrichtet er in den Rettungsschwimmer- und Nothelferkursen. Andererseits bildet er sich im technischen Tauchen und, aktuell besonders, im Höhlentauchen weiter. Beim technischen Tauchen liegt der Fokus auf der Ausrüstung und wie man in einer Notfallsituation Probleme unter Wasser selbst lösen kann.

Michele Donnicola beim Eis-Tauchen

...und beim Eistauchen im Winter. (Bilder: Donnicola)

1500 Tauchgänge, die meisten davon in der Schweiz
Michele Donnicola taucht hauptsächlich in Schweizer Seen. Da gibt es weniger Tiere als an bekannten Taucher-Hotspots am Meer – «keine bunten Fische», wie er es beschreibt. Der Reiz liege in der Ruhe, der technischen Herausforderung und dem Zusammenhalt im Team. Spätestens bei der Durchsicht der Fotos wird die Schönheit auch ohne bunte Fische deutlich – das Licht, das durch die Eisschicht eines gefrorenen Bergsees fällt oder der Blick vom Grund auf den umliegenden Wald und die Berge sind atemberaubend.

Dennoch, als nächstes Highlight steht eine Tauchreise ans Mittelmeer an. Es geht nach Sardinien an einen Höhlentauchkurs. Das Tauchen in einer Höhle ist technisch sehr spannend. Man kann nicht sofort auftauchen, das Wasser kann trüb sein und es ist unter Umständen dunkel. Es ist daher wichtig, gut vorbereitet zu sein. «Wir üben bereits seit Januar das Verlegen von Seilen, um den Rückweg wieder zu finden, defekte Ausrüstung unter Wasser auszutauschen, möglichst regungslos im Wasser zu schweben und aufmerksam zu sein, um möglichst schnell reagieren zu können», erzählt Donnicola begeistert.

Abschalten - aber mit Verbindung zum Spitalalltag
Auf die Frage, ob es Parallelen zwischen seinem Hobby und der Arbeit am KSGR gibt, antwortet Michele Donnicola mit einem überzeugten «Ja». Zum einen ist da das Business Continuity Management, also einen Plan B zu haben und die Fähigkeit der Fortführung der Geschäftstätigkeit unter Krisenbedingungen oder zumindest unvorhersehbar erschwerten Bedingungen. Das ist essenziell für die ICT des KSGR und auch beim Tauchen überlebenswichtig. Tauchen hat zudem viel mit Medizin zu tun. Man muss sowohl Lunge als auch Herz gut kennen und wissen, wie die beiden Organe auf das Tauchen und die Tiefe reagieren. Hinzu kommen natürlich noch die Tätigkeit als Ausbilder für Rettungsschwimmer- und Nothelferkurse, wo die Erste Hilfe eine bedeutende Rolle spielt. Dies liegt ihm besonders am Herzen, denn: «Es ist wichtig, Leute auszubilden, damit sie Bäder und Seen beaufsichtigen können. So können Kinder sicher schwimmen lernen und der Schwimmsport kann sich weiterentwickeln.»

In diesem Sinne hat uns Michele Donnicola zwei Tipps mitgegeben, um uns diesen Sommer sicher zu erfrischen:

  • Nicht überhitzt ins Wasser springen — insbesondere unsere schönen Bergseen können auch im Sommer sehr kühl sein. 
  • Kinder nur begleitet ans Wasser lassen und kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen. Unfälle beim Baden passieren leider oft den Kleinsten, deshalb darf man sie auch in flachem Wasser nicht aus den Augen lassen. 

Die Tauchgruppe der SLRG-Sektion Chur beim Bergseetauchen (Quelle: Tauchgruppe SLRG Chur)

Weitere Informationen zur Informatik am KSGR finden Sie auf: www.ksgr.ch/informatik

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Michele Donnicola
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Michele Donnicola

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