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Gesundheit
17.  Dez 2020

Zimt – mehr als Weihnachten

Zimt

Spätestens in der Winter- und Weihnachtszeit treffen wir dieses Gewürz in den verschiedensten Formen an: Zimt. Was enthält Zimt und wie gesund oder ungesund ist er?

In Teemischungen, in Gebäck und anderen Spezialitäten: Zimt verleiht all diesen winterlichen Köstlichkeiten eine besondere Note. Nebst dem unverkennbaren Geschmack werden jedoch auch verschiedenste gesundheitsfördernde – und teilweise auch schädliche – Wirkungen kontrovers diskutiert.

Gesundheitsfördernde Wirkung von Zimt
Zimt ist ein sehr altes Gewürz. Schon vor mindestens 4400 Jahren wurde es in China verwendet. In Ägypten war es bereits 1600 v. Chr. nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel bekannt. Doch: Was ist dran an den Verheissungen, Zimt könne beispielsweise den Blutzucker und den Cholesterinspiegel senken? Sämtliche dieser gesundheitsfördernden Wirkungen schreibt man den sekundären Pflanzenstoffen zu, die im Zimt enthalten sind, wie zum Beispiel Zimtaldehyd, Eugenol und Methylhydroxy-Chalcone-Polymer, der eine Insulin-ähnliche Wirkung besitzen könnte. Daher finden sich auf dem Markt auch diverse Supplemente, wie auch Zimtkapseln für Typ-II-Diabetiker. Eindeutige wissenschaftliche Nachweise, die diese gesundheitsfördernden Wirkungen belegen, fehlen jedoch bisher. Nimmt man beispielweise die empfohlene Dosierung solcher Zimtkapseln ein, kann es unter Umständen sogar gefährlich werden.

Kann zu viel Zimt schädlich sein?
Gewisse Zimtsorten enthalten den sekundären Pflanzenstoff Cumarin. In grösseren Mengen aufgenommen, kann dieser toxisch wirken und zu Kopfschmerzen, Schwindel und Erbrechen führen. Der Gehalt von Cumarin in Zimt ist jedoch abhängig von der Zimtsorte: Während Kassia-Zimt viel mehr Cumarin enthält, ist die Konzentration beim Ceylon-Zimt sehr gering. Dieser enthält nur Spuren davon. Bei Zimtpulver lassen sich die beiden Sorten jedoch nicht voneinander unterscheiden. Die tolerierbare tägliche Aufnahme, der TDI-Wert (tolerable daily intake), von Cumarin liegt bei 0.1 mg pro Kilogramm Körpergewicht gemäss der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Das Einhalten dieses TDI-Wertes ist normalerweise jedoch kein Problem, solange keine Zimt-Supplemente eingenommen werden.

Fazit
Aus den oben genannten Gründen sollte man auf Zimt in Form von Kapseln und Dragées ganz verzichten. Im Alltag empfehlen wir, Zimt sparsam zu verwenden. Eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung bilden die Basis für einen guten Blutzuckerspiegel.

Aufgepasst: Ausgehend von den höchsten gemessenen Cumaringehalten in Lebensmitteln sollten Kleinkinder beispielsweise höchstens drei Zimtsterne und Erwachsene höchstens 15 Zimtsterne pro Tag essen.  Zum Glück gibt es jede Menge verschiedener Guetzlis, sodass man nicht nur Zimtsterne essen muss. Ernährungsphysiologisch wertvoller als Guetzli sind Mandarinen und Nüsse.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine schöne Advents- und Weihnachtszeit!

Weitere Informationen zum Thema Ernährungstherapie finden Sie unter www.ksgr.ch/ernaehrungstherapie.

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Sandra Weber
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Sandra Weber

Ernährungsberaterin BSc

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