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Aus dem Spital
16.  Jan 2018

Damit der Schlittelspass nicht im Spital endet

Schlitteln ist eine Riesengaudi. Zuerst mit Freunden auf der Berghütte ein feines Fondue und danach in rasanter Fahrt durch verschneite Winterlandschaften schlitteln. Dabei geht gerne vergessen, dass der Schlittelspass nicht ungefährlich ist. Gemäss Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) landen jährlich ungefähr 7‘300 Personen nach einem Schlittelunfall beim Arzt oder im Spital. Mit den richtigen Vorsichtsmassnahmen und einer vernünftigen Fahrweise lässt sich das vermeiden.

Schlitten vor einer Berghütte

Schlitten stehen vor einer Berghütte bereit zum Schlitteln.

Zum Schlitteln braucht es nicht viel. Etwas Schnee, einen Hang oder eine Schlittelstrecke, einen gleitenden Untersatz und schon kann es losgehen. In Graubünden gibt es diverse gut ausgebaute Schlittelpisten, die dazu einladen, sich auf den Schlitten zu schwingen und mit Freunden um die Wette zu fahren. Regelmässig kommt es dabei zu brenzligen Situationen und zu unterschiedlich schweren Unfällen.

Ende 2017 mehr Schlittel- als Snowboardunfälle im KSGR

Zwischen Weihnachten und Neujahr 2017 wurden im Kantonsspital Graubünden 17 Schlittel-Unfälle behandelt. Das sind rund drei Mal so viele wie im selben Zeitraum 2016, was natürlich auch damit zu tun hat, dass letztes Jahr um diese Zeit viel weniger Schnee lag. Dennoch sind die Zahlen eindrücklich. Vor allem, wenn man sie mit den Snowboardunfällen (13 Fälle, Kollisionen ausgenommen) vergleicht. Schlittel-Unfälle kommen öfter vor, als man gemeinhin meinen könnte.

Auch schwere Verletzungen sind möglich

Den grössten Teil der Verletzungen machen Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen oder Brüche aus. Aber auch schwerere Verletzungen kommen beim Schlitteln vor. In den letzten zehn Jahren sind in der Schweiz acht Personen bei Schlittel-Unfällen ums Leben gekommen. Damit der Schlittelspass nicht im Spital endet, gibt es ein paar Regeln, an die Sie sich halten sollten.

Die richtige Ausrüstung

Wichtig ist, dass Sie Ihren Untersatz gut kontrollieren können. Am besten lassen sich Rodel lenken, da sie beweglich konstruiert sind. Der klassische Holzschlitten ist starr und lässt sich schlechter steuern. Plastikbobs sind für flache Hänge und nassen Schnee geeignet. Auf eisigen Pisten lassen sie sich hingegen kaum noch steuern oder bremsen.

Helm, Schuhe, Brille

Was beim Ski- oder Snowboardfahren gilt, ist auch beim Schlitteln nicht falsch. Kluge Köpfe schützen sich und tragen einen Helm. Ausserdem sind hohe Schuhe mit gutem Profil zum Bremsen, eine Schneebrille für stets klare Sicht und Handschuhe empfehlenswert.

Verzichten Sie auf Alkohol

Wie beim Autofahren kann es auch beim Schlitteln zu Situationen kommen, in denen schnelle Reaktion und ein klarer Kopf wichtig sind. Daher sollten Sie vor dem Schlitteln auf Alkohol verzichten. Alkohol verlängert die Reaktionszeit und kann zu übermütigen Manövern auf der Piste verleiten, was für Sie und andere verheerende Folgen haben kann.

Die zehn Schlittel-Regeln

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Für den ungetrübten Schlittelspass hat das BFU zehn Schlittel-Regeln aufgestellt:

  1. Nehmen Sie Rücksicht auf andere Schlittler. 
  2. Passen Sie Geschwindigkeit und Fahrweise Ihrem Können an.
    o Keine Schlitten zusammenbinden.
    o Nicht kopfvoran schlitteln. 
  3. Respektieren Sie die Fahrspur des Vorderen. 
  4. Überholen Sie mit genügend Abstand. 
  5. Blick nach oben beim Anfahren. 
  6. Am Pistenrand anhalten. 
  7. Am Pistenrand auf- und absteigen. 
  8. Signale beachten. 
  9. Hilfe leisten. 
  10. Bei einem Unfall unbedingt Personalien angeben.



Weitere Informationen zur Unfallverhütung beim Schlitteln finden Sie auf der Webseite der BFU: www.bfu.ch

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