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Aus dem Spital
23.  Jan 2020

Safety first – auch im Neubau

Im April wird H1, der erste Teil des neuen Hauptgebäudes des Kantonsspitals Graubünden (KSGR), eröffnet. Wenn H1 in Betrieb genommen wird, hat das auch direkten Einfluss auf die Sicherheit des KSGR. Eine Herausforderung, die Ralf Caviezel, Teamleiter Sicherheit, und sein Team nach rund acht Jahren Vorbereitung gerne annehmen.

Zutrittskontrolle am KSGR

Die Zutrittskontrolle erfolgt auch digital. Nicht jede*r darf überall hin.

Am 28. und 29. März hat die Öffentlichkeit die Möglichkeit, das fertige H1 ein erstes Mal so richtig unter die Lupe zu nehmen. Im April wird H1 dann in Betrieb genommen. Ab diesem Zeitpunkt wird auch der Haupteingang des KSGR an die Loëstrasse verlegt und damit wird es in der Nacht zwei Zugänge zum Hauptstandort des KSGR geben. Der Notfallzugang beim heutigen Haupteingang bleibt bestehen. Das Ziel ist, dass in der Nacht alle Zugänge über den Notfall erfolgen, wie Ralf Caviezel, Teamleiter Sicherheit am KSGR, erklärt. Es gibt verschiedene Herausforderungen, die er und sein Team dadurch zu bewältigen haben. Daher läuft die Planung für den ganzen Bereich Sicherheit auch schon seit acht Jahren.

Neue Bezeichnungen für die Stockwerke – nicht nur am Hauptstandort

Das Stockwerk 0 ist immer das, auf dem der Haupteingang liegt. Da der neue Haupteingang fünf Stockwerke tiefer an der Loëstrasse liegt, bekommen alle Stockwerke eine neue Nummer. Zusätzlich wird die Beschriftung der Untergeschosse angepasst. Heute sind die Stockwerke unterhalb des Haupteinganges – also die Untergeschosse – mit 01, 02, 03 etc. angeschrieben. Diejenigen oberhalb mit 1, 2, 3 etc. Neu sind die Obergeschosse mit 01, 02, 03 etc. und die Untergeschosse mit U1, U2, U3 etc. angeschrieben. Die neue Beschriftung ergibt mehr Sinn, die Umstellung birgt aber natürlich so ihre Herausforderungen.

Sicherheitssysteme orientieren sich auch am Stockwerk
Eine davon ist der direkte Einfluss auf die Sicherheitssysteme und das Gebäudeleitsystem. Dieses System zieht die Daten aller technischen Einrichtungen auf dem gesamten Campus – sprich: Hauptstandort, Frauenklinik Fontana und Kreuzspital zusammen – und alarmiert, wenn irgendwo ein System nicht mehr richtig funktioniert. «Wird die Bezeichnung der Stockwerke am Hauptstandort angepasst, müssen Fontana und Kreuzspital entsprechend auch angepasst werden. Würden nur die Bezeichnungen an einem Ort geändert, würde das für Verwirrungen sorgen, da im schlimmsten Fall zwei Orte die gleiche Stockwerkbezeichnung hätten», ergänzt Caviezel.

Differenzierte Zutrittsregelungen – für Interne wie Externe
«Die grösste Arbeit hinsichtlich Umzug hat sicher die Spitaltechnik. Für uns, also die Sicherheit, sind die Themen Brandschutz und Zutrittskontrollen die wichtigsten.» In der Nacht sind grundsätzlich alle Türen nach aussen geschlossen. Die Mitarbeitenden erhalten, je nach Berechtigung, mit ihrem Badge Zutritt. Alle Externen können an bestimmten Standorten in der Nacht über eine Gegensprechanlage mit der Loge Kontakt aufnehmen, um Zutritt zu den Gebäuden zu erhalten. In der Nacht macht die Rettung Chur regelmässige Rundgänge, um sicherzustellen, dass beispielsweise nicht irgendwo noch ein Fenster offen steht, über das jemand hineingelangen könnte.

Notöffnung für Tür im neuen Parkhaus.

Wird die Notöffnung betätigt, erkennt das System, wo das geschehen ist.

Höhere Sicherheit und höhere Komplexität
Im Neubau wird es definierte Sicherheitszonen geben, die vorgeben, wer Zutritt hat. Das betrifft auch die Mitarbeitenden. Nicht alle brauchen überall Zutrittsberechtigungen. Diese Abstufungen wurden bisher dezentral verwaltet, was das ganze System potenziell unübersichtlich gemacht hat. Mit dem Umzug werden diese Zutrittsberechtigungen zentral organisiert sein und man wird pro Mitarbeitendem klar definieren können, wo er überall Zutritt haben wird und wo nicht. «Das macht unseren Job konzeptionell einfacher – die Pflege und Verwaltung der Zutrittsberechtigungen wird im Gegenzug komplexer. Ein zusätzlicher Aufwand, der die Gesamtsicherheit des Kantonsspitals Graubünden erhöhen wird», ergänzt Caviezel.

«Wir werden vermehrt mit externen Partnern zusammenarbeiten, um die zusätzlichen Herausforderungen im Bereich Zutrittskontrolle auffangen zu können. So haben wir den Vorteil, gezielt und nach Bedarf mehr Leute zur Verfügung zu haben.» Caviezels Ziel ist es, während 24 Stunden eine Sicherheits- und Servicezentrale zu betreiben, die den Notfalleingang im Blick hat und gleichzeitig auch helfen kann, wenn irgendwo ein Badge oder ein Schlüssel nicht richtig funktioniert.

Bei Alarm neu drei, statt einem Sammelpunkt
Bisher gab es bei einem Brandalarm am Hauptstandort einen Treffpunkt für Polizei und Feuerwehr. Das war der Haupteingang. Neu wird es deren drei geben. Dadurch wissen Polizei und Feuerwehr bei der Alarmierung bereits, wo sie hin müssen und können entsprechend schneller handeln. Bei den Planungen und Tests wurden Polizei und Feuerwehr bereits in der Vorbereitung immer wieder mit eingebunden, beispielsweise bei Feuerwehrübungen auf der Baustelle.
Mit dem Neubau kommen für die Sicherheitsverantwortlichen und auch deren Partner neue Aufgaben hinzu. Das Gesamtsystem verbessert sich dadurch und die Sicherheit am KSGR bleibt auf hohem Niveau gewährleistet.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter www.ksgr.ch/sicherheit.

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Ralf Caviezel
Ansprechpartner

Ralf Caviezel

Temleiter Sicherheit

Tel.+41 81 256 77 35

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