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Aus dem Spital
17.  Mai 2018

Im Kantonsspital sind die Knöpfe los

Kindergartenführung im KSGR

Kindergartenführung  mit Simone Bur im KSGR

Eine aufgestellt-fröhliche Schar Kinder besuchte am 12. April 2018 die Kinderklinik des Kantonsspitals Graubünden (KSGR). Die «Räupli» und «Schmetterlinge» des Kindergartens Villa Kunterbunt aus Igis waren zu Besuch und erfuhren wie es in der Kinderklinik des KSGR zu und her geht. Ein spannender Ausflug mit unglaublich vielen Eindrücken.

Um neun Uhr morgens erreichten die Knöpfe unter grossem Hallo die Eingangshalle des Kantonsspitals, wo sie vom Pflegepersonal herzlich begrüsst wurden. In zwei Gruppen ging die Tour los. Die «Schmetterlinge» besuchten als erstes den Kindernotfall. Simone Bur, stellvertretende Stationsleiterin erklärte den Kleinen, dass die Mehrheit der Kinder, die notfallmässig ins Spital müssen, hier in Empfang genommen werden. Dort, wo der grosse Bär auf den Boden gemalt ist. Sie erklärte, dass man sich mit der Klingel anmelden könne und sich dann rasch jemand um die kleinen Patienten kümmere. Das Wartezimmer kam dem einen oder anderen Kind schon bekannt vor.

Wann kommen Kinder in die Notaufnahme?

Was das genau bedeutet, erklärte sie den gespannten Kindern im ersten Patientenzimmer. Die Kinder sassen auf dem Spitalbett und horchten den spannenden Geschichten von Simone Bur. Auf die Frage, warum man denn ins Spital müsse, kamen sofort Vorschläge: «Weil man sich das Bein gebrochen hat» oder «Wenn das Herz nicht mehr richtig pumpt» vermuteten die Kleinen richtig – und vor allem im zweiten Fall wohl etwas gar drastisch. «Kinder kommen oft auch mit Fieber oder Bauchweh zu uns.»

Gewicht, Grösse, Blutdruck

Anschaulich spielten Simone Bur und ihre Kollegin Rebecca Caratsch mit den kleinen Besuchern den Eintritt ins KSGR durch. «Erst einmal schauen wir, wie schwer der Kinder-Patient ist. Dann messen wir seine Grösse und kontrollieren den Herzschlag». Natürlich durften die Kinder ihrem eigenen Herzschlag mit dem Stethoskop horchen. «Danach messen wir den Blutdruck und nehmen die Temperatur.» Anschliessend komme der Arzt mit dazu, spreche mit den Eltern und untersuche die Kinder.

Fingerpiks

«Je nachdem müssen wir den kleinen Patienten auch etwas Blut abnehmen, um zu schauen, ob da auch alles in Ordnung ist» Die Möglichkeit eines freiwilligen Piks mochte dann keiner der kleinen Patienten in Anspruch nehmen. Der Autor dieses Textes stellte sich heldenhaft zur Verfügung und ist etwas stolz darauf.

Gruss per Rohrpost

Anschliessend bewunderten die Villa-Kunterbunt-Kinder die KSGR-Rohrpost und durften sogar eine eigene Nachricht an die andere Kunterbunt-Gruppe verschicken, die sich gerade auf der Kinderstation ein paar Stockwerke weiter unten aufhielt. Eine Mordsgaudi… vor allem als die Rohrpost dann plötzlich davonzischte und sich auf den Weg machte.

Der Bettenbahnhof

Auf dem Weg vom Kindernotfall zur Kinderstation kam die Gruppe beim sogenannten Bettenbahnhof vorbei. «Hier kommen normalerweise keine Besucher oder Patienten vorbei» erklärte Simone Bur. Gespannte Gesichter beäugten die unzähligen Betten in unterschiedlichen Grössen.

Besuch bei Patient Felix

Nach der Znünipause auf der Kinderstation tauschten die beiden Gruppen. Die «Räupli» besuchten die Notaufnahme und die «Schmetterlinge» durften die Kinderstation entdecken. Unter der Leitung von Pflegefachfrau Romy Kunze durfte die Gruppe das Zimmer von Felix besuchen. Auf leisen Sohlen betraten die gerade erst noch überstelligen und unternehmungslustigen kleinen Besucher das Krankenzimmer. Sehr bedacht darauf, den kranken Felix nicht aufzuwecken. Auf den zweiten Blick erkannte man, dass Felix eine Puppe ist. «Wir müssen also gar nicht mehr so leise sein» erklärte Romy Kunze und zeigte den kleinen Spital-Entdeckern, was es in einem Krankenzimmer alles zu sehen gibt.

Tic-Tac-Medizin für alle

Die Bettpfannen sorgten für den einen oder anderen Grinser. Die Kinder probierten Gummihandschuhe an, desinfizierten sich die Hände und staunten über das höhenverstellbare Bett. Der ominöse Alarm-Knopf durfte natürlich auch ausprobiert werden. Dazu setzte sich eines der Mädchen auf den Stuhl im Zimmer und nahm Felix auf den Schoss. Ihr Gspöndli drückte auf den Alarmknopf. Kurze Zeit später stand eine Pflegefachfrau im Zimmer und fragte, wie sie helfen könne. «Felix hat Schmerzen» antwortete das Mädchen, wie vorher mit Romy Kunze vereinbart. Zur Sicherheit wurde eine Ärztin mit hinzugezogen. Es wurde entschieden, dass Felix und alle anwesenden unbedingt ein Tic-Tac nehmen sollten. Gesagt getan. Geheilt und mit frischem Atem ging es weiter.

Die Spital-Schule

Als letzter Punkt stand ein Besuch bei der Spitalschule auf dem Programm. Man hatte den Eindruck, dass die Kindergärtner vom Verarbeiten der vielen Eindrücke etwas müde geworden waren. Vielleicht wollten sie auch die fleissigen Schüler der Spitalschule nicht stören. Sie waren jedenfalls muxmäuschenstill und hörten brav zu, als ihnen die aufgestellte Lehrerin erklärte, was im Spital-Klassenzimmer im Moment alles passiert.

Heimkehr nach zwei spannenden Stunden

Nach gut zwei Stunden machten sich die Kinder und ihre Begleiterinnen wieder auf den Heimweg. Sie hatten spannende Stunden im KSGR verbracht und sicherlich weniger Bammel vor dem nächsten Besuch im Spital. Schliesslich wissen sie ja jetzt, was sie erwartet – und, dass das gar nicht schlimm ist.


Weitere Informationen zu Kindergartenführungen finden Sie unter www.ksgr.ch/kindergartenfuehrung. Anmeldungen erfolgen mindestens 14 Tage im Voraus per E-Mail an Rebecca Caratsch.

Bildergalerie von der Kindergartenführung


Video von der Kindergartenführung


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Rebecca Caratsch
Ansprechpartner

Rebecca Caratsch

Pflegefachfrau Kinder- und Jugendmedizin

Tel.+41 81 256 60 42

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