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Aus dem Spital
07.  Mrz 2019

Inspirierender Austausch – wenn Unfallchirurgie eine Passion ist

Der italienische Orthopädie- und Unfallchirurg, Dr. med. Gianluca Coviello, verbrachte sieben Wochen am Kantonsspital Graubünden (KSGR), um vom Chefarzt für Unfallchirurgie, Dr. med. Christoph Sommer, zu lernen. Wenn er nicht gerade in Graubünden weilt, arbeitet Coviello in einem Zentrum für Unfallchirurgie in Parma.

Was hat Sie dazu veranlasst, nach Chur ans KSGR zu kommen?
Mein Aufenthalt hier ist Teil des Programms der AO Foundation. Ich bin sehr aktiv im AO-System in Italien. Hierher zu kommen war meine erste Wahl; ich wollte unbedingt von Dr. Sommer lernen. Er ist eine Koryphäe im Bereich der Unfallchirurgie. Ich habe bereits vor meinem Aufenthalt am KSGR mit seinen Artikeln und Büchern gelernt, aber es ist natürlich etwas ganz anderes, wenn man ihn bei seiner täglichen Arbeit begleiten und direkt mit ihm zusammenarbeiten kann.

Sie waren jetzt siebenWochen am KSGR. Wie gefällt es Ihnen?
Es gefällt mir gut. Die Arbeit in der Unfallchirurgie ist weit mehr als nur ein Job, es ist eine Passion für mich. Ich lerne viel und finde daher den Aufenthalt sehr spannend. Dr. Sommer ist ein guter Lehrer, er nimmt sich trotz seines vollen Terminplans immer Zeit, um etwas zu erklären. Zudem ist das Team sehr nett – ein bisschen wie eine Familie. Sie haben mich freundlich empfangen und schnell integriert. Ich fühle mich hier richtig zu Hause.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus? Was ist Ihre Hauptaufgabe?
Ich arbeite hauptsächlich an der Planung von Operationen. Zusammen mit Dr. Sommer und seinen Mitarbeitenden plane ich die anstehenden Eingriffe und assistiere anschliessend im Operationssaal. Dies hilft mir die unterschiedlichen Arten eines Eingriffes und die Abläufe besser zu verstehen. Die grundlegenden Operationstechniken sind oft dieselben, die wir auch in Parma verwenden, aber die Anwendung ist zum Teil unterschiedlich.

Wenn Sie schon von Unterschieden sprechen: Inwiefern unterscheiden sich die beiden Spitäler?
Das Spital in Parma ist natürlich viel grösser, trotzdem wird hier sehr effizient gearbeitet. Im Spital in Parma behandeln wir oft Verletzungen aufgrund von Stürzen und Verkehrsunfällen, hier sind es – vor allem im Winter – mehrheitlich Sportverletzungen. Am Ende des Tages bleibt ein Knochenbruch aber ein Knochenbruch.

Wie gefällt Ihnen die Schweiz? Konnten Sie bereits einige Eindrücke sammeln?
Ich war vorher noch nie in der Schweiz, muss aber gestehen, dass ich bisher nicht viel gesehen habe. Ich verbringe die meiste Zeit am KSGR. Es gibt immer sehr viel zu tun im Spital und ich bin hier, um möglichst viel zu lernen.

Also nichts mit Skifahren?
Nein, ich bevorzuge es, auf der Seite des Operateurs zu bleiben und nicht selbst zum Patienten zu werden.

Was war Ihr Lieblingserlebnis während Ihres Aufenthalts am KSGR?
Es ist schwierig ein Erlebnis zu bestimmen. Es waren sowohl die professionelle Herausforderung, aber auch die persönlichen Kontakte, die diesen Aufenthalt auszeichnen. Diese Erfahrung ist zweifellos eine Inspiration für meine Zukunft.


Weitere Informationen zu der Unfallchirurgie am KSGR finden Sie unter www.ksgr.ch/Unfallchirurgie.

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Ansprechpartner

Dr. med. 
Christoph Sommer

Chefarzt Unfallchirurgie / Allgemeinchirurgie, Leiter Unfallchirurgie

Tel.+41 81 256 62 05

Fax.+41 81 256 66 94

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