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Aus dem Spital
21.  Aug 2019

Freude, die ansteckt

Romana Caluori

Wer das KSGR betritt, wird von Romana Caluori mit einem herzlichen Lächeln begrüsst.

Mit einem strahlenden Lächeln begrüsst Romana Caluori die Patientinnen und Patienten im Kantonsspital Graubünden (KSGR) und erklärt ihnen den Weg durch das Spitallabyrinth. Dies ist nur eine der Aufgaben, welche die fast Achtzigjährige im Rahmen ihres Engagements für «Im Dienste eines Mitmenschen» (IDEM) übernimmt. Im Interview erzählt sie von ihren Aufgaben und den bereichernden Erfahrungen.

«Bei mir muss immer etwas los sein, ansonsten wird mir langweilig», antwortet Frau Caluori auf die Frage, weshalb sie bei IDEM angefangen hat. So war denn auch schnell klar, sich die Sache genauer anzuschauen, als sie angefragt wurde, IDEM am KSGR zu unterstützen. «Nach einem Gespräch bei der damaligen IDEM-Chefin wurde ich schnell zum ersten Dienst eingeteilt», beschreibt Frau Caluori den Beginn ihres Engagements vor 16 Jahren im Sonntagsdienst des IDEM. IDEM leistet seit den 80er Jahren in verschiedenen Schweizer Spitälern durch Freiwilligenarbeit einen Beitrag zum Wohlbefinden der Patienten.

Besuch des Gottesdienstes oder lieber nur ein Schwätzchen?
Am KSGR erfüllt IDEM verschiedene Aufgaben — eine davon ist die Begleitung von Patienten zum Gottesdienst. Dazu drehen jeden Samstag Helfer und Helferinnen mit Herz am KSGR ihre Runden und klopfen auf neun Stockwerken an jede Zimmertüre. «Mittlerweile haben wir eine gute Planung, da brauchen wir gar nicht so lange», antwortet Frau Caluori auf das überraschte Nachfragen nach der Anzahl der Zimmer. Gefragt werden die Patienten, ob sie am nächsten Tag für den Gottesdienst abgeholt werden möchten. «Oft verweile ich noch ein bisschen, wenn der besuchte Patient noch gerne etwas plaudern möchte — ganz besonders bei unseren italienischsprachigen Patientinnen und Patienten», fügt die gebürtige Italienerin mit einem Augenzwinkern an, «es ist eine sehr schöne Arbeit.» Am Tag darauf, also an den Sonntagen, werden dann die interessierten Patientinnen und Patienten nach Absprache mit dem zuständigen Pflegepersonal abgeholt und nach dem Gottesdienst wieder zurück in ihr Zimmer begleitet.

Neue Herausforderung im Wandel
Betreten Patienten das KSGR, so werden sie seit rund 2,5 Jahren von Freiwilligen empfangen. Diese helfen ihnen, die richtige Station oder das richtige Büro zu finden. Auf die Frage, ob sie das Spital mittlerweile in- und auswendig kenne, antwortet Frau Caluori lachend: «Mit fast achtzig Jahren läuft mein Computer auch nicht mehr so gut, da muss ich manchmal schon nachschauen.» Vor 16 Jahren sei sie mit einem Plan in der Hand gestartet und habe sich dann schnell zurechtgefunden. Dies komme ihr heute im Orientierungsdienst zu Gute. Aber auch hier gibt es bald eine neue Herausforderung. Mit dem Neubau hat die Gruppe der Orientierungshilfe bald mehr zu tun, da Patientinnen nun im Neubau empfangen werden. Dank des tollen Teams ist der IDEM aber auch dafür bereit. «Wir freuen uns natürlich sehr über neue Unterstützung und nehmen diese herzlich in unserer Gruppe auf», merkt Frau Caluori hoffnungsvoll an.

Dankbarkeit und Freude sind der grösste Lohn
Im Gespräch hört und spürt man deutlich, wie sehr ihr die Freiwilligenarbeit Spass macht. «Der grösste Lohn ist die Freude und Dankbarkeit der Patienten. Sie sind es, die diese Arbeit so bereichernd machen», sagt Frau Caluori. Mit ihrem strahlenden Lachen und ihrer frohen Natur schafft sie es, den Patientinnen den Aufenthalt – trotz oftmals schwierigen Schicksalen – etwas zu versüssen. Die Lebensfreude von Frau Caluori und ihrer Kolleginnen und Kollegen steckt an, und so freuen sich viele Patienten über ihren Besuch am Samstag, auch wenn sie gar nicht zum Gottesdienst möchten.

Möchten Sie auch ein Teil der IDEM werden? Weitere Informationen dazu und mehr finden Sie unter www.ksgr.ch/idem

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Joseph Gamma
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Senior Consultant, Leiter IDEM

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