Blog

Aus dem Spital
30.  Aug 2017

Die fleissigen Hände hinter den Kulissen

Im Kantonsspital Graubünden gehen täglich Unmengen von Materialien ein, die für das Tagesgeschäft benötigt werden. Dass schlussendlich alles am richtigen Platz ankommt, ist mit viel Arbeit und Koordination verbunden. Hinter den Kulissen eines Spitalbetriebes ist viel Einsatz nötig, damit den Patienten die bestmögliche Dienstleistung und Qualität geboten werden kann. Ärzte, Pfleger und Therapeuten sind darauf angewiesen, dass ihnen die nötige Ausstattung und das Material zur Verfügung stehen, wenn sie ihre Patienten fachgerecht versorgen wollen.

Lieferung

Die Lieferungen müssen kontrolliert und zur Verteilung bereitgestellt werden.

Im Kantonsspital Graubünden werden täglich bis zu 160 Wareneingänge verbucht. Dieses Material muss bewirtschaftet, gelagert und fachgerecht wieder entsorgt werden. Diese Prozesse stellen einen so grossen Betrieb vor Herausforderungen und benötigen viel Einsatz der zuständigen Personen. Und gerade jetzt werden sich viele fragen, wer überhaupt verantwortlich ist, dass das nötige Material jederzeit griffbereit zur Verfügung steht: Wer sorgt dafür, dass im Operationssaal genügend Tupfer bereit sind oder dass die Pflegefachpersonen auf den Bettenstationen das richtige Verbandsmaterial zur Hand haben? Wer kümmert sich um die fachgerechte Entsorgung der Abfälle, die in einem Spital täglich produziert werden?

Die Pakete sind zum Teil gross und schwer

Kontrolle

Mehrmals täglich gehen Paketberge bei Monika Fischli und ihrem Team ein.

Und gerade jetzt werden sich viele fragen, wer überhaupt verantwortlich ist, dass das nötige Material jederzeit griffbereit zur Verfügung steht: Wer sorgt dafür, dass im Operationssaal genügend Tupfer bereit sind oder dass die Pflegefachpersonen auf den Bettenstationen das richtige Verbandsmaterial zur Hand haben? Wer kümmert sich um die fachgerechte Entsorgung der Abfälle, die in einem Spital täglich produziert werden? Im Kantonsspital Graubünden sind im Zentrallager, im Einkauf und in der Ver- und Entsorgung rund 20 Personen im Einsatz, um den stetigen Materialfluss aufrecht zu erhalten. Sie kümmern sich um Bestellungen, Entgegennahme, Verteilung, Lagerung und Entsorgung des Materials. Mit ihrer Arbeit sorgen sie dafür, dass die Abteilungen, Bettenstationen, Ambulatorien und Büros jederzeit mit den nötigen Utensilien ausgestattet sind und ihrem Kerngeschäft nachgehen können.


Auch mit dem Kopf müssen die Mitarbeitenden bei der Sache sein, denn es gilt, die Lieferungen und Bestände genau zu kontrollieren. Bei so grossen Mengen gibt es nicht selten Unstimmigkeiten in den Mengen oder bei den gelieferten Waren. Die Logistiker überprüfen deswegen jedes Paket genau. «Wir kontrollieren, ob das angegebene Material auf dem Lieferschein wirklich im Paket drin ist und ob die Lieferung mit der Bestellung übereinstimmt», beschreibt Logistikerin Monika Fischli den Ablauf. Materialbestellungen werden im Kantonsspital Graubünden über ein Computersystem getätigt. In diesem sind die vom Spital benötigten Materialien registriert und können über dieses System bestellt werden. Inzwischen wird der grösste Teil des Materials auf den Stationen von den Logistikern bewirtschaftet und die Bestellungen bei den Lieferanten werden von der Abteilung Einkauf vorgenommen. Für die Bettenstationen und die anderen Abteilungen ist das eine grosse Entlastung, denn die Logistiker koordinieren die Bestellungen und bringen sie zu den Empfängern. Es gibt fast nichts, was nicht über den Wareneingang im Zentrallager eingeht, erzählt Fischli.
«Es kommen sogar Geschenke für Patienten bei uns an, die wir dann auf der entsprechenden Abteilung verteilen.» Nach Eingang und Überprüfung der angelieferten Materialien werden diese gemäss dem Bedarf an die Abteilungen oder Bettenstationen verteilt. Auch hier behalten die Logistiker mittels Computersystem den Überblick, was wohin verteilt werden muss.



André Kretz versorgt die Bestellungen im Materialraum der Kinderintensivstation.

Logistiker André Kretz beliefert heute die Kinderintensivstation. Er steuert den mit Kartons und Kisten beladenen Wagen durch die Gänge des Kantonsspitals. Auf der Kinderintensivstation packt er die Kisten aus und versorgt die Flaschen, Beutel, Handschuhe und Gazen fein säuberlich im Materialraum der Station. Die Arbeit läuft Hand in Hand. «Die Pfleger haben das Material damit sofort zur Verfügung und können sich bedienen», erzählt Kretz. Damit sparen sie wertvolle Zeit, die sie im Gegenzug für ihre Patienten nutzen können. Wichtig für die Verteilung der Materialien ist, dass den Logistikern bekannt ist, in welchen Räumen und Plätzen die Abteilungen ihre Waren lagern.

Abfälle müssen korrekt entsorgt werden

Entsorgungsräume

Die Entsorgungsräume für die Abteilungen müssen mehrmals täglich geleert werden.

Am Ende der Materialkette steht dann noch die Entsorgung an. Denn wer Material verbraucht, muss sich zu einem späteren Zeitpunkt auch um den Abfall kümmern. Hinzu kommen die verschiedenen Spezialabfälle der Stationen, wie beispielsweise Körperflüssigkeiten, Sekrete und Abfälle aus den Operationssälen. Mitarbeiterin Elfriede Pittermann zeigt die Entsorgungsräume, die im Spital an mehreren Orten zur Verfügung stehen. «In diese bringen die Abteilungen und Bettenstationen ihre Abfälle», erklärt Pittermann. Die Abfälle werden schon in den Räumen getrennt, Papier, Karton, Flaschen, Batterien und technische Abfälle kommen in unterschiedliche Tonnen. Die Spezialabfälle werden von den Stationen bereits in Behältern gebracht, die dafür zur Verfügung stehen. «Wir leeren die Entsorgungsräume mehrmals täglich und bringen die Abfälle in ein zentrales Lager», so Pittermann. Dort werden sie dann von externen Firmen abgeholt und zu den regionalen oder nationalen Entsorgungsstellen gebracht. Auch die Entsorgung der Abfälle ist körperliche Schwerstarbeit und daneben ist gemäss Pittermann zudem Genauigkeit sehr wichtig: «Es gibt viele Stoffe, die giftig sind, speziell gelagert oder gezeichnet werden müssen. Aus diesem Grund und auch der Umwelt zuliebe ist es notwendig, dass Abfälle korrekt getrennt und fachgerecht entsorgt werden.»

Abfallberge

Abfallberge mit Spezialabfällen müssen regelmässig und fachgerecht entsorgt werden.


0 Kommentare

Klicken, um ein neues Bild zu erhalten

Die mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

Michèle Albertin
Ansprechpartner

Michèle Albertin

Leiterin Spital-Sozialdienst

Tel.Tel. +41 81 256 74 50

Fax.+41 81 256 68 20

E-MAIL