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Schwangerschaft
27.  Sep 2017

Hebammenbriefkasten - Schlafprobleme

Ich bekomme in einigen Wochen mein erstes Kind. Schon seit Längerem leide ich unter Schlafproblemen. Was kann ich tun, um besser durchzuschlafen? M. L. aus M.

Fast jede schwangere Frau kennt diese Schwierigkeiten, nachts durchzuschlafen. Dies kann unterschiedliche Gründe haben. Vor allem im letzten Drittel der Schwangerschaft können viele Frauen nicht schlafen, weil die ungeborenen Kinder nachts sehr aktiv sind. Dies liegt daran, dass die Kinder anfangen, sich zu bewegen, wenn die werdende Mama sich zur Ruhe legt, dann wird die Plazenta gut durchblutet, und die Kinder erhalten einen Energieschub. Bei Aktivität der Mutter werden die Babys hingegen sanft in den Schlaf geschaukelt.

Versuchen Sie die Bewegungen positiv zu sehen und nutzen Sie diesen Moment der Zweisamkeit mit Ihrem Kind. Erzählen Sie ihm von den Ereignissen des Tages oder singen Sie ihm ein Lied vor. Mit zunehmendem Bauch wird es auch immer schwieriger, eine bequeme Schlafposition zu finden. Vor allem wer gerne auf dem Rücken schläft, muss sich jetzt umstellen. Die Rückenlage empfinden viele Frauen als unangenehm, und sie ist tatsächlich nicht zu empfehlen, da dadurch grosse Gefässe der Gebärmutter abgedrückt werden können. Die linke Seitenlage wird von der Mehrzahl der Schwangeren als angenehmste Schlafposition wahrgenommen. Stützen Sie ihre Beine, den Rücken und den Bauch mit weichen Kissen, dies macht die Position noch gemütlicher.

Das wachsende Kind verstärkt zudem den Druck auf die Harnblase. Häufiges Aufstehen in der Nacht ist die Folge. Reduzieren Sie aber keinesfalls Ihre Flüssigkeitszufuhr, sondern versuchen Sie stattdessen, tagsüber viel zu trinken und abends etwas weniger. Gehen Sie vor dem Zubettgehen noch einmal auf die Toilette und versuchen Sie, die Blase jeweils ganz zu entleeren.

Trotz der Freude über die Schwangerschaft stehen den werdenden Eltern grosse Veränderungen bevor. Dies kann die schwangere Frau verunsichern, und besonders nachts kreisen die Gedanken. Um dem entgegenzuwirken, hilft eine gute Vorbereitung. Besuchen Sie beispielsweise einen Geburtsvorbereitungskurs, sprechen Sie mit anderen Müttern, Freunden und der Familie über Ihre Sorgen, und bitten Sie um Unterstützung. Und suchen Sie sich eine Hebamme, diese begleitet Sie während der Schwangerschaft und dann auch in den ersten Wochen mit dem Neugeborenen.

Zum Schluss noch ein Tipp: entdecken Sie den Mittagsschlaf für sich. Es wird nicht immer gelingen die Nächte gut durchzuschlafen. Versuchen Sie den Schlaf tagsüber nachzuholen, dies bereitet Sie zudem auf die Zeit mit dem Baby vor. Dann empfiehlt es sich auch, tagsüber etwas Schlaf vor- oder nachzuholen.

Haben auch Sie Fragen rund um das Thema Schwangerschaft?

Dann schicken Sie eine E-Mail mit Betreff «Hebammenbriefkasten» an hebammenbriefkasten@c345e3009b264b80a18a6098b227811bksgr.ch. Eine Auswahl der gestellten Fragen erscheint anonym in den Büwo-Ausgaben und hier auf dem Blog – beantwortet werden aber alle eingegangenen E-Mails.

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Jasmin Battaglia
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Jasmin Battaglia

Hebamme, Stv. Leiterin Gebärabteilung / Hebammenpraxis

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