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Schwangerschaft
31.  Jan 2018

Hebammenbriefkasten - Erste Geburt Vater

Ich werde in wenigen Wochen das erste Mal Vater. Meine Vorfreude ist riesengross, aber ich habe auch ein mulmiges Gefühl  vor der Geburt. Was wird mich als Mann erwarten? R.C. aus C.

Der grösste Teil der werdenden Väter will in der heutigen Zeit und in unserer Kultur bei der Geburt ihres Kindes dabei sein. Sie wollen den einzigartigen Moment, wenn ihr Kind das Licht der Welt erblickt, nicht verpassen und sie möchten ihrer Frau in diesem intensiven Augenblick beistehen. Dieses Ereignis gemeinsam gemeistert zu haben, kann für die Paarbeziehung und auch für die Vater-Kind-Beziehung ein verbindender Moment sein.

Viele Männer haben das Gefühl, dass sie während der Geburt nichts tun können. Doch bereits die Anwesenheit einer vertrauten Person kann helfen, dass der Wehenschmerz etwas leichter ertragen werden kann. Somit hilft es bereits, wenn Sie in der Nähe Ihrer Frau sind und ihr beistehen. Ansonsten können Sie Ihre Frau mit Essen und Trinken versorgen, entspannende Musik auflegen, ihre Hand halten und streicheln, das Kreuz massieren, ihr Mut und Zuversicht zusprechen,
sie beruhigen oder aufmuntern, und manchmal müssen Sie als Puffer herhalten, damit Ihre Frau ihren Stress und ihre Ängste loswerden kann.

Eine Frau während der Geburt zu begleiten, ist nicht immer einfach. Manche Frauen werden mit den Wehen sehr anhänglich und brauchen viel Zuneigung, andere werden eher abweisend und möchten am liebsten in Ruhe gelassen werden. Wenn die Geburt anders verläuft als erwartet, sei dies weil nach dem Springen der Fruchtblase die Wehen nicht sofort einsetzen oder doch eine medizinische Hilfestellung nötig sein sollte, braucht Ihre Frau vor allem moralische
Unterstützung. Versuchen Sie, ruhig zu bleiben, die Geduld und das Vertrauen nicht zu verlieren und wenden Sie sich bei Fragen oder Ängsten an die Fachpersonen.

Bei der Geburt wird Sie die Hebamme am Kopfende des Bettes oder an der Seite Ihrer Frau positionieren, damit Sie nahe beim Geschehen sind und doch nicht alles ganz genau sehen. So müssen Sie keine Angst haben, auch wenn Sie Mühe haben, Blut zu sehen. Nach der Geburt Ihres Kindes kommt der grosse Moment und Sie dürfen, sofern Sie möchten, die Nabelschnur durchtrennen. Anschliessend haben Sie Zeit, zusammen mit Ihrer Frau den kleinen Erdenbürger zu bestaunen, kennenzulernen und willkommen zu heissen.

Sprechen Sie mit Ihrer Frau noch während der Schwangerschaft über Ihre jeweiligen Wünsche und Vorstellungen von der Geburt und teilen Sie diese auch der Hebamme beim Aufnahmegespräch oder bei der Aufnahme im Gebärsaal mit. So können diese, soweit möglich, in der Betreuung berücksichtigt werden.

Haben auch Sie Fragen rund um das Thema Schwangerschaft?

Dann schicken Sie eine E-Mail mit Betreff «Hebammenbriefkasten» an hebammenbriefkasten@7ce4bab06ee24528ad59d089c965172eksgr.ch. Eine Auswahl der gestellten Fragen erscheint anonym in den Büwo-Ausgaben und hier auf dem Blog – beantwortet werden aber alle eingegangenen E-Mails.

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Jasmin Battaglia
Ansprechpartner

Jasmin Battaglia

Hebamme, Stv. Leiterin Gebärabteilung / Hebammenpraxis

Tel.+41 81 254 84 04 (Hebammenpraxis, für Terminvereinbarungen)

Fax.+41 81 254 84 10

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