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Gesundheit
23.  Okt 2017

Ein ungern gesehener Gast steht vor der Tür

Demnächst klopft die jährlich wiederkehrende saisonale Grippe (Influenza) an die Pforte unseres Immunsystems. Ein Gast, den wir nicht gerne sehen, dem das aber egal ist. Wir können uns auf die Grippesaison vorbereiten. Mit einfachen Hygiene-Massnahmen und für Risikogruppen mit einer Impfung.

Die Grippe wird durch Viren verursacht. Viren verändern sich und dadurch entstehen immer wieder neue Virentypen. Aus diesem Grund kann man mehrmals im Leben an einer Grippe erkranken. Bei Grippesymptomen sollte man zuhause bleiben. Es ist ein verbreiteter Irrglaube, dass man bei einer Grippe nur kurzzeitig ansteckend ist. Man ist so lange ansteckend, wie man Symptome hat. Grundsätzlich lässt sich eine Grippe zuhause heilen, indem man sich an die altbewährten Hausmittel hält. Bei schweren Symptomen sollte man einen Arzt aufsuchen. Dies gilt insbesondere für Risikogruppen wie Menschen mit geschwächtem Immunsystem, ältere Menschen oder Schwangere. Für diese Risikogruppen empfiehlt das Bundesamt für Gesundheit BAG entsprechend auch die Grippeimpfung, die jedes Jahr den aktuell zirkulierenden Viren angepasst wird.


Jahreszeit und Symptome

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Durch Symptome kann unterschieden werden, ob es sich um eine Erkältung oder Grippe handelt.

Die Grippe findet vornehmlich im Winter statt. Dies hat mehrere Gründe. Erstens sind in den Wintermonaten unsere Schleimhäute trockener und damit anfälliger für Viren. Zweitens verbringen wir im Winter mehr Zeit in geschlossenen Räumen und in der Nähe anderer Menschen. Die Übertragung von Viren erfolgt über die Luft, durch näheren Kontakt, über die Hände oder über den Kontakt mit Gegenständen, mit denen Kranke in Berührung gekommen sind. Symptome einer Grippe sind Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Husten, Hals- und Schluckweh aber auch Schnupfen, Schwindelgefühl und Appetitlosigkeit. Wie ausgeprägt diese Beschwerden auftreten, ist sehr unterschiedlich. Das hängt vom Virus und von der körperlichen Verfassung des Patienten ab.


2009 sorgte für ein Aufmerksamkeits-Hoch

Es gibt Viren, die kranker machen als andere. Ein Beispiel für einen solchen aggressiven Virus ist die Spanische Grippe, die zwischen 1918 und 1920 zahlreiche Todesopfer forderte. Die Problematik damals war, dass es sich beim verursachenden Virus um ein neues Virus handelte, gegen das der Grossteil der Menschen noch keine Immunkörper hatte bilden können. Ein ähnliches Szenario befürchtete man 2009 bei der sogenannten Schweinegrippe mit dem neuen Virus «H1N1». Glücklicherweise verlief die Schweinegrippe aber nicht so schwer wie befürchtet.


Einfache Regeln

Grippe

Mit einfachen Regeln kann einer Grippe vorgebeugt werden

Durch die Schweinegrippe sind vorbeugende Massnahmen gegen Grippe immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit gelangt. Es sind, wie so oft, die einfachsten Regeln, die den besten Schutz bieten. Ein grosses Thema ist die Hygiene. So sollte man sich beim Husten ein Papiertaschentuch vor den Mund halten und dieses danach entsorgen. Ist kein Papiertaschentuch greifbar, kann man in die Armbeuge husten oder niesen. Regelmässiges Händewaschen ist sehr wichtig und verhindert, dass Viren über die Hände weitergegeben oder aufgenommen werden.


Was tut das KSGR gegen Grippeerkrankungen?

Die Hygienestandards in einem Spital sind grundsätzlich hoch angesetzt. Grippepatienten werden konsequent isoliert, sprich in Einzelzimmern untergebracht, um eine Verbreitung der Grippeviren zu verhindern. Ausserdem werden im Kontakt mit diesen Patienten vom Personal Masken verwendet. Für die Mitarbeitenden bietet das KSGR die Möglichkeit, sich freiwillig und gratis gegen die Grippe impfen zu lassen. Für jedermann, der sich im KSGR bewegt, gibt es diverse Grippe-Infoplakate, die auf die Gefahren der Grippe und die Schutzmöglichkeiten aufmerksam machen. Zudem bieten Hygienestationen die Möglichkeit, sich die Hände rasch zu desinfizieren.


Grippe-Tür zu und den Winter geniessen

Gesunde Menschen stehen den Besuch der Grippe problemlos durch. Sie unterstützen die Taschentuch-Industrie, sorgen für erhöhten Tee-Absatz und verbringen einige mühsame Tage im Bett. Dennoch ist es sinnvoll, der Grippe die Tür gar nicht erst zu öffnen und sich an ein paar grundlegende Vorsichtsmassnahmen zu halten. Dann gibt’s statt dem Tee im Winter einen Glühwein oder einen Punsch beim Schlitteln mit Freunden.

Weitere Informationen:
www.ksgr.ch/spitalhygiene
www.ksgr.ch/infektiologie   

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Dr. med. 
Alexia Cusini

Stv. Leitende Ärztin Infektiologie

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