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Aus dem Spital
20.  Sep 2017

«Man nimmt sich hier sehr viel Zeit für die Patienten.»

Reinier Beks hat zwei Wochen als Gastarzt im Kantonsspital Graubünden (KSGR) verbracht. Im KSGR-Blog erzählt er, wie die Zeit in Graubünden für ihn war.

Reinier Beks, Gastarzt auf der Unfallchirurgie KSGR

Reinier Beks, Gastarzt auf der Unfallchirurgie.

Reinier, woher kommen Sie und was machen Sie?
Ich bin aus Groningen im Norden Hollands und habe vor ungefähr zwei Jahren mein Medizinstudium abgeschlossen. Seit Anfang dieses Jahres bin ich auf dem Weg zum Doktortitel. Den mache ich in Utrecht. Ich bin Assistenzarzt und verdiene mir meine Sporen.

Wie ist der Kontakt zum Kantonsspital Chur entstanden?
Über meinen Betreuer in Utrecht, Marijn Houwer. Dank ihm arbeite ich bereits in gewissen Forschungsbereichen mit Dr. med. Herman Frima zusammen. Er ist hier am Kantonsspital Graubünden Oberarzt in der Unfallchirurgie. Die beiden kennen sich aus der gemeinsamen Zeit in Utrecht. Marijn Houwer war vergangenen Winter selbst auch in Chur. Er hat mir empfohlen nach Chur zu kommen.

Sie waren zwei Wochen hier. Ist das nicht etwas gar kurz?
Ja, es ist sehr kurz. Aber ich glaube, ich konnte hier ein paar sehr gute Erfahrungen machen. Ausserdem konnte ich viel mit Herman Frima über unsere Forschungsarbeit diskutieren. Das hat mir viel gebracht. Auf der Unfallchirurgie war es ziemlich ruhig die letzten zwei Wochen.

Das liegt vielleicht am Beitrag über Downhill-Unfälle, der am 17. Juli im KSGR-Blog erschienen ist.
(lacht) Ja, da haben sich die Biker wohl an die Tipps gehalten.

Hatten Sie in den zwei Wochen auch Zeit, in der Unfallchirurgie mitzuarbeiten?
Auf jeden Fall. Das war tatsächlich der grösste Teil während meiner Zeit hier. Ich konnte bei Operationen dabei sein und natürlich habe ich auch Dr. med. Christoph Sommer, den Chefarzt der Unfallchirurgie, kennengelernt. Sehr schön, jemanden wie ihn persönlich zu treffen.

Wo sehen Sie Unterschiede zwischen dem KSGR und einem holländischen Spital?
Mir erscheinen die Strukturen in der Schweiz etwas hierarchischer. Es scheint mehr Stufen zu geben als bei uns. Spannend dabei ist, dass Chefärzte hier sehr zugänglich sind und auf jeder Stufe involviert sind. In der Morgenbesprechung werden beispielsweise alle Röntgenaufnahmen mit dem ganzen Team angeschaut. Auch bei den Patientenvisiten ist das ganze Team mit dabei. So weiss jeder über die aktuellen Fälle Bescheid. Das finde ich sehr eindrücklich. Besonders toll finde ich, dass man sich hier sehr viel Zeit für die Patienten nimmt.

Hatten Sie die Möglichkeit Chur und die Umgebung etwas kennenzulernen?
Herman Frima geht oft Biken. Das gab mir die Möglichkeit, schon an meinem zweiten Tag, Chur vom Calanda aus zu sehen. Für mich als Holländer war das sehr eindrücklich. Ich habe die Berge wirklich lieben gelernt.


Weitere Informationen:
www.ksgr.ch/unfallchirurgie


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Ansprechpartner

Dr. med. 
Christoph Sommer

Chefarzt Unfallchirurgie / Allgemeinchirurgie, Leiter Unfallchirurgie

Tel.+41 81 256 62 05

Fax.+41 81 256 66 94

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