Blog

Aus dem Spital
12.  Apr 2018

«Dr. Sommer ist ein Meister»

Clemens Schopper (31) kommt aus Österreich und ist Assistenzarzt Unfallchirurgie und Orthopädie am Universitätsklinikum Ulm. Dass er in der Unfallchirurgie gelandet ist, hat einiges mit dem Kantonsspital Graubünden zu tun. Was genau, lesen Sie in unserem Interview.

Clemens Schopper, Gastarzt in der Unfallchirurgie

Herr Schopper, was verbindet Sie mit dem KSGR?
Ich habe mich nach meinem Studium in Wien vor fünf Jahren dazu entschieden, meine ärztliche Tätigkeit in der Schweiz zu starten. Ich hatte mir gesagt: «Wo es Berge gibt, gibt es in der Regel auch gute Unfallchirurgen. Dann habe ich Google Maps geöffnet und habe nach gebirgigen Regionen mit traumatologischem Zentrumsklinikum gesucht. So bin ich auf Chur gestossen. Ich habe mich dann initiativ beworben und wurde am Kantonsspital sehr herzlich empfangen. Meine Tätigkeit hier habe ich im Oktober 2012 gestartet».

War Ihnen da das Renommee der Traumatologie des KSGR bewusst?
Ganz ehrlich? Nein. Ich habe dann aber die historische Bedeutung der Region für die Unfallchirurgie und die AO-Foundation* kennengelernt.

Wie lange waren Sie damals in Chur?
Damals waren das 16 Monate. Die haben letztlich auch den Wunsch in mir geweckt, mich im Bereich der Unfallchirurgie zu spezialisieren.

Jetzt wieder ein Aufenthalt in Chur. Warum?
Kurz vor meinem Facharzt wollte ich nochmals zu den Wurzeln meiner Karriere zurückkehren, um meine Fähigkeiten zu verfeinern und meinen fachlichen Fokus zu schärfen. Insgesamt bin ich einen Monat hier.

Wie hat sich das KSGR verändert seit damals?
Es hat sich einiges verändert seit damals - das Kantonsspital expandiert. Es ist bemerkenswert, was hier alles geschieht. Man erhält den Eindruck, dass das Unternehmen Kantonsspital ein Projekt mit Zukunft ist. 2012 waren die Heli-Landeplätze noch direkt vor der Cafeteria und dem darunter liegenden OP-Bereich. Man konnte damals direkt vom OP den Landeplatz überblicken. Davon erzählt man sich übrigens noch heute über die Grenzen der Schweiz hinaus: «Chur? Das ist doch dort, wo man bereits vom OP aus den Nachschub kommen sieht».

Wie ist es bezüglich der Unfallchirurgie?
Durch die Schule der AO, die hier von Dr. Sommer gelebt, gelehrt und tradiert wird, erhält der Standort Kantonsspital aus meiner Sicht eine ganz besondere Gewichtung. Er war es, der mir den Einstieg in die Unfallchirurgie ermöglicht und in mir die Begeisterung für dieses Tätigkeitsfeld entfacht hat.

Wie unterscheidet er sich von anderen Unfallchirurgen?
Schwierig zu sagen. Rembrandt kann man auch nur bedingt mit Picasso vergleichen, obwohl beide gemalt haben. Ich denke, bei Chirurgen verhält sich das ähnlich. Jeder entwickelt im Laufe der Zeit seinen eigenen Stil – den Stil von Dr. Sommer würde ich als klassisch bezeichnen. Er ist ein Meister seines Faches, Ziel und Prinzip sind die Perfektion. Er geht auf eine Art und Weise vor, die man als geltenden Standard ansehen kann.

Unterscheiden sich die Fälle in Ulm von denen hier?
Hier in Chur sieht man eine mehrheitlich sportliche Klientel. In Ulm hat man es hauptsächlich mit Verkehrs- und Berufsunfällen zu tun.

Hatten Sie Kontakt zu anderen Gastärzten?
Ja, zu Giovanni Ziveri. Wir hatten eine gemeinsame Woche hier. Ich habe ihm dann meine Lieblingspizzeria in Chur gezeigt und wollte wissen, ob auch ein Italiener die Pizza so gut findet, wie ich das tue. Er war meiner Ansicht. Es gebe in Mailand Restaurants, wo die Pizza deutlich schlechter sei.

Welche Pizzeria?
Die Pizzeria Mamma Mia. Darf ich das hier so sagen? (lacht)


* Die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (kurz AO) widmet sich der Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich der Traumatologie (Unfallchirurgie) und hat Forschungszentren in Davos und Dübendorf.


Weitere Informationen zur Unfallchirurgie finden Sie unter www.ksgr.ch/Unfallchirurgie.

0 Kommentare

Klicken, um ein neues Bild zu erhalten

Die mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

name
Ansprechpartner

Dr. med. 
Christoph Sommer

Chefarzt Unfallchirurgie / Allgemeinchirurgie, Leiter Unfallchirurgie

Tel.+41 81 256 62 05

Fax.+41 81 256 66 94

E-MAIL