Blog

Aus dem Spital
01.  Jun 2018

Mit dem Auto 1‘350 Kilometer zu Dr. Sommer

Alberto Abreu Seoane wurde in der galizischen Stadt Vigo an der Nordwestküste Spaniens geboren. Sein Medizinstudium hat er in Santiago de Compostela absolviert, das rund 90 Kilometer nördlich von Vigo liegt. Er ist 29 Jahre alt und arbeitet heute als Assistenzarzt in der Klinik in Tortosa, nahe an der Ostküste Spaniens.

Gastarzt Unfallchirurgie Alberto Abreu Seoane

Gastarzt Unfallchirurgie Alberto Abreu Seoane.

Was genau machen Sie in Tortosa?
Ich bin orthopädischer Chirurg im Spital in Tortosa. Das Spital ist aber kleiner als das Kantonsspital Graubünden (KSGR). Wir machen natürlich auch Unfallchirurgie, aber nie so umfangreich wie hier im KSGR.

Wie kommt das?
Wir haben zwar ein relativ grosses Einzugsgebiet. Die komplizierten Fälle werden jedoch an grössere Spitäler ausgelagert, die besser dafür ausgerüstet sind. Zum Beispiel nach Tarragona oder Barcelona.

Sind Sie auch deswegen nach Chur gekommen?
Indirekt. Ich wusste, dass die AO-Foundation* ihre Wurzeln in der Schweiz hat. Somit war mir klar, dass ich in die Schweiz kommen möchte. Das KSGR als Zielort hat sich durch einen Kurs ergeben, den ich über die AO-Foundation besucht habe. Einer der Lehrer gab mir einen Artikel von Dr. Sommer zum Lesen. Ich war begeistert und wollte unbedingt direkt von Dr. Sommer lernen.

Was wussten Sie sonst vom KSGR?
Eigentlich nicht viel. Ich besuchte die Website – die ich übrigens super finde – und sah, dass das KSGR sehr schön ist. Das Dr. Sommer über ein relativ junges Team verfügt, überzeugte mich auch. Ich fand heraus, dass in Chur viele Skiunfälle behandelt werden. Die sind oft komplizierter. So war ich mir 100 Prozent sicher, dass ich hier viel lernen würde.

Was wussten Sie über die Schweiz?
Ich muss gestehen… auch nicht viel. Die Klassiker: Käse, Schokolade, Berge und Roger Federer. Was ich toll finde, ist, dass eure ganzen alten Gebäude so gut erhalten sind. Ausserdem scheint die Schweiz mehrheitlich aus Postkarten-Sujets zu bestehen. Die Leute sind sehr freundlich und hilfreich. Ihr habt es sehr schön hier.

Wie sind sie nach Chur gekommen?
Mit dem Auto.

Die ganze Strecke?
Ja, ich habe einen Minivan. Da konnte ich gut im Auto übernachten. Ich habe drei Tage Ferien genommen und mir die Schweiz noch ein wenig angeschaut. Die erste Nacht habe ich am Genfersee verbracht, die zweite in der Nähe von Gruyère.

Da sind sie am zweiten Tag aber nicht sehr weit gekommen.
Ich habe mir die Westschweiz etwas genauer angeschaut. Ich hoffe, dass ich nach dem Aufenthalt hier in Chur noch ein paar Tage frei habe. Ich will mir unbedingt noch das Matterhorn anschauen.

Alles klar. Während Ihrer Zeit im KSGR haben Sie aber nicht im Auto geschlafen, oder?
(lacht) nein. Ich habe hier ein tolles Zimmer bekommen. Ich wurde hier überhaupt sehr toll empfangen. Dr. Sommer und sein Team haben meinetwegen während den Operationen untereinander Englisch gesprochen, damit ich auch etwas verstehe. Das hat mich sehr gefreut. So konnte ich noch viel mehr lernen.

Wie lange waren Sie jetzt im KSGR?
Knapp einen Monat. Ein sehr lehrreicher Monat.

Wo liegen die grössten Unterschiede zum Spital in Tortosa?
Hier sind die Fälle komplizierter – die Patienten sportlicher und jünger. Man orientiert sich hier zudem sehr stark an der AO-Foundation. Am Ende tun wir dasselbe: Wir behandeln Unfallpatienten und versuchen ihnen zu helfen.


* Die Arbeitsgemeinschaft für Osteosynthesefragen (kurz AO) widmet sich der Forschung, Entwicklung und Lehre im Bereich der Traumatologie (Unfallchirurgie) und hat Forschungszentren in Davos und Dübendorf.


Weitere Informationen zur Unfallchirurgie finden Sie unter: www.ksgr.ch/unfallchirurgie.

0 Kommentare

Klicken, um ein neues Bild zu erhalten

Die mit einem * gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder.

name
Ansprechpartner

Dr. med. 
Christoph Sommer

Chefarzt Unfallchirurgie / Allgemeinchirurgie, Leiter Unfallchirurgie

Tel.+41 81 256 62 05

Fax.+41 81 256 66 94

E-MAIL