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Aus dem Spital
07.  Mai 2020

«He’s the man»

Michael Makram hat Anfang Jahr einige Wochen als Gastarzt auf der Unfallchirurgie des Kantonsspitals Graubünden verbracht und ist begeistert davon. Er hat viele Erfahrungen gesammelt – und zum ersten Mal in seinem Leben Schnee gesehen.

Michael Makram

Dr. Michael Makram verbrachte zu Jahresbeginn einige Wochen am KSGR.

Sie waren für einige Wochen in Chur. Wie sind Sie dazu gekommen, aus Ihrer Heimat Ägypten bis nach Chur zu kommen?
Das wurde über die AO-Foundation organisiert. Ich wollte aber unbedingt in die Schweiz, nach Chur, zu Dr. Christoph Sommer. Er ist einer der besten Unfallchirurgen der Welt. Er ist ein Pionier. Ausserdem war einer meiner Arbeitskollegen vor ein paar Jahren bereits in Chur und hat mir davon vorgeschwärmt.

Chur war also Ihre erste Wahl?
Ja unbedingt. Es braucht aber etwas Glück, um dann an den Ort der ersten Wahl zu kommen. Umso schöner, dass ich hierher kommen konnte.

Was tun Sie in Ägypten?
Ich bin Traumatologe und Orthopäde an einem Spital in Kairo. Bei uns liegen die beiden Bereiche Traumatologie und Orthopädie zusammen. Das Spital, in dem ich arbeite, ist etwa ein Viertel so gross, wie das Kantonsspital Graubünden.

Gibt es weitere Unterschiede zwischen Ihrem Beruf in Kairo und der Arbeit in Chur?
Der grösste Unterschied liegt sicher in der Ausrüstung und Einrichtung der Spitäler. Das Kantonsspital Graubünden ist sehr gut ausgestattet. Ich spreche hier vor allem von Maschinen und Implantaten. Und natürlich ist euer Wetter ganz anders als bei uns. Ich habe hier zum ersten Mal in meinem Leben Schnee gesehen (lacht).

Unterscheiden sich die Fälle in Kairo von denen hier?
Ja. In Kairo behandeln wir in erster Linie Verletzungen, die im Strassenverkehr entstanden sind. Ich war hier dann etwas überrascht, dass Skiunfälle ernsthafter sein können, als Autounfälle.

Sie waren in der Wintersaison hier. Ideal für den Unfallchirurgen, ungewohnt für den Ägypter.
Ja genau (lacht). Ich hatte aber schon die Absicht, in der Wintersaison hier sein zu können. Schon nur wegen der vielen Skiunfälle, die es dann im Kantonsspital zu behandeln gilt. Das wusste ich aus den Erzählungen meines ägyptischen Kollegen.

Wo haben Sie gewohnt während Ihrer Zeit in Chur?
Ich hatte ein Personalzimmer hier im Kantonsspital.

Und konnten Sie die Gegend etwas kennenlernen?
Gegen Ende des Aufenthalts, ja. Meine Cousins, die in den USA wohnen, haben mich besucht und dann haben wir gemeinsam einen Roadtrip durch die Schweiz gemacht. Ich hatte mir während der Zeit hier viele Tipps von den Kollegen im KSGR geben lassen und die dann in Google Maps eingetragen. Danach haben wir die auf unserem Roadtrip besucht. Eure Natur ist wunderschön. Komplett anders als in Ägypten. Wir haben ja in erster Linie viel Sand. Grün ist es nur in der Nähe von Gewässern.

Wie warm wird es bei Ihnen an einem Sommertag?
Das ist nicht so massiv viel wärmer als hier bei euch. Vielleicht 35 bis 40 Grad. Manchmal erreichen wir auch mal 45 Grad oder ganz ganz selten 50 Grad.

Wie wurden Sie hier in Chur aufgenommen?
Enorm herzlich und freundlich. Die Unterstützung ist riesig. Alle haben mir geholfen und mir alles erklärt. Ich konnte bei Dr. Sommer viel lernen. Er ist ehrlich und aufrichtig. Nicht nur im Operationssaal, sondern auch im Umgang mit den Patienten. Er kümmert sich um Mitarbeitende und Patienten in jeder Situation. Er ist ein Vorbild. He is the man. (Das Interview wurde in Englisch geführt. Diesen Satz wollte der Autor bewusst in der Originalsprache belassen.)

Weitere Informationen zu der Unfallchirurgie am KSGR finden Sie unter www.ksgr.ch/Unfallchirurgie.

1 Kommentar
11.  Mai 2020

Michael

Thanks to my god who gave me this opportunity to get this fellowship in chur.
Thanks to the great surgeon dr. Sommer “He is the man”
Thanks to all surgeons who helped me

I wish to see you soon in Egypt.

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Ansprechpartner

Dr. med. 
Christoph Sommer

Chefarzt Unfallchirurgie / Allgemeinchirurgie, Leiter Unfallchirurgie

Tel.+41 81 256 62 05

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