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Aus dem Spital
09.  Jan 2020

Eine Küche zieht um

Mitte April nimmt das Kantonsspital Graubünden (KSGR) nach über fünf Jahren Bauzeit den ersten Teil des neuen Hauptgebäudes H1 in Betrieb. Die Vorfreude ist gross und Ende März gehen die Tore von H1 am Besuchstag zum ersten Mal auf. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Auch für das Küchenteam verändert der Umzug so einiges.

Blitzeblank saubere Einrichtung in der neuen Küche des KSGR

Blitzeblank saubere Einrichtung in der neuen Küche des KSGR.

Ab 17. Februar beginnt das Team um Dani Christen, den Abteilungsleiter Küchen, mit den Vorbereitungen auf den Umzug. Dann starten die ersten Schulungen für das Personal, denn die neuen Gerätschaften, Abläufe und Laufwege – auch für die Anlieferung auf die Stationen – wollen trainiert sein, damit alles reibungslos verläuft, wenn die Küchen der drei Standorte zusammengelegt werden. Eine Woche später wird das neue Kleininventar wie Geschirr, Besteck, Gläser und Kücheninventar geliefert. Das neue Material wird abgewaschen und dann in der neuen Küche am richtigen Ort versorgt. Auch das Restaurant wird dann eingerichtet. Das Geschirr für die Patienten bleibt das gleiche, wie bis anhin: «Das besteht aus besonders beschichtetem Material, damit die Mahlzeiten auf den Stationen aufgewärmt werden können», erklärt Christen.

Probeessen Eröffnung H1
Bevor es wirklich losgeht, findet ein Probeessen statt, bei dem Personal, Prozesse und Material zum ersten Mal so richtig zum Einsatz kommen. Die nächste Bewährungsprobe steht am Eröffnungswochenende vom 28. und 29. März an. Dann gilt es ernst, wenn Besucherinnen und Besucher ins neue Hauptgebäude H1 kommen, um sich ihr neues Kantonsspital anzuschauen – und natürlich auch verpflegt zu werden.

Stichtag 18. März
Am 18. März will Christen den gesamten Küchenbetrieb in die neue Küche im H1 gezügelt haben. Die grosse Herausforderung ist der Wechsel vom 17. auf den 18. März, wie Christen erklärt: «Ich kann nicht einfach sagen: 'So, jetzt gibt es einen Tag lang kein Essen, wir zügeln'. Wir müssen während des Wechsels doppelspurig fahren.» Das heisst, dass ab dem 16. März die kalte Produktion am neuen Standort beginnt. «Dann werden zum Beispiel die Rüebli für den Folgetag am neuen Standort gerüstet und geschnippelt.» Am 18. wird das Frühstück für die Patientinnen und Patienten ein letztes Mal in der Küche am alten Standort zubereitet. «Alles, was dann vom Frühstück zurückkommt, landet bereits am neuen Standort». Wichtig sei dabei, dass niemand bemerke, dass der Wechsel stattfinde, sondern dass alle ihr Essen zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Qualität bekämen.

Die Ruhe zwischen den Stürmen - nach Baustelle, vor Küchenbetrieb

Die Ruhe zwischen den Stürmen - nach der Baustelle und vor dem Küchenbetrieb.

Optimieren und Bewährtes erhalten
Heute wird an allen Standorten des KSGR, also am Hauptstandort, in der Frauenklinik Fontana und im Kreuzspital individuell gekocht. Mit der Eröffnung von H1 werden die drei Küchen zusammengezogen und ab dann wird in der nigelnagelneuen Küche im H1 gekocht. Das heisst, dass der grösste Teil der Essenszubereitung in der Grossküche am KSGR stattfindet. An den Aussenstandorten werden dann lediglich noch die letzten Schritte vollzogen, bevor das Essen serviert wird. Ab Ende März wird zusätzlich auch das neue Verwaltungsgebäude «Sinergia» der kantonalen Verwaltung aus der Küche des Kantonsspitals beliefert. Mit dem Zusammenzug der Küchen geht auch eine Angleichung der Menüangebote an allen Standorten einher. Weiterbestehen werden die beliebten Spezialaktionen an den einzelnen Standorten, wie die Mittags-Grill im Sommer im Fontana und im Kreuzspital.

Vorfreude und neue Angebote
Für das Küchenteam wird das eine komplett neue Situation. «Die Mitarbeitenden freuen sich extrem auf die neue Küche. Das ist auch enorm wichtig. Für einen solchen Wechsel müssen alle an einem Strang ziehen, sonst kann das kaum funktionieren», ergänzt Christen. Es wird klar: Die Vorbereitung ist wichtig. Der Wechsel findet mit der bestehenden Anzahl Mitarbeitender statt. Es wurden also keine neuen Stellen geschaffen. Dennoch konnten durch Stellenumwandlungen neue Angebote geschaffen werden. «Wir werden in Zukunft unsere eigene Patisserie haben und dadurch so viel wie möglich intern produzieren. Neu gibt es ausserdem einen Front-Cooking-Bereich, an dem die Leute live zuschauen können, wie ihr Essen zubereitet wird.» Man merkt Dani Christen die Vorfreude auf die neue Küche an – und auch, dass er sich und sein gesamtes Team ideal auf den Wechsel vorbereitet.

Weitere Informationen zur Gastronomie am KSGR finden Sie unter www.ksgr.ch/gastronomie.

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Daniel Christen
Ansprechpartner

Daniel Christen

Abteilungsleiter Küchen

Tel.+41 81 256 67 64

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