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Aus dem Spital
23.  Aug 2018

«Hier wird hervorragende Arbeit geleistet»

Am 2. August 2018 hatte Prof. Dr. med. Pascal Meier seinen ersten Arbeitstag am Kantonsspital Graubünden (KSGR). Pascal Meier ist in Olten aufgewachsen und hat in Bern Medizin studiert. Danach arbeitete er in Langenthal und im Inselspital Bern, bevor er seine internationale Karriere mit Stationen an der University of Michigan, am University College in London und an der Yale University fortsetzte. Er war als leitender Arzt der interventionellen Kardiologie des Unispitals Genf tätig und arbeitete zuletzt am Royal Brompton Hospital in London. Im Interview erzählt er von seinen ersten Eindrücken des KSGR und den Plänen für die Zukunft in Chur.

Prof. Dr. med. Pascal Meier in der Kardiologie im KSGR

Prof. Dr. med. Pascal Meier in der Kardiologie im KSGR.

Pascal Meier, wie war Ihr erster Tag am KSGR?
Das war ein allgemeiner Einführungstag für alle, die per August neu im KSGR angefangen haben. Es waren viele neue Lernende mit dabei und natürlich auch andere Kaderärzte und Pflegefachkräfte.

Was hatten Sie für einen Eindruck?
Es war sehr spannend. Es war eindrücklich zu sehen, was für ein grosser und professioneller Betrieb das KSGR ist. Zusammen mit uns Erfahrenen haben 33 Lernende ihre Ausbildung begonnen. Das ist sehr schön und spricht auch für die Qualität des KSGR und der Ausbildung hier.

Wie ist der Tag abgelaufen?
Wir hatten einen gut organisierten Einführungsparcours: Uns wurde die Philosophie des Spitals erklärt, die Patientenzufriedenheit hat einen grossen Stellenwert. An einem weiteren Posten wurden uns die verschiedenen Computerprogramme gezeigt, mit denen wir arbeiten werden. Wir haben unsere persönlichen Badges erhalten, es wurde kontrolliert, dass unsere Telefonnummern für zukünftige Notfalldienste richtig funktionieren und natürlich haben wir auch unsere KSGR-Bekleidung erhalten.

Also fast wie am ersten Tag der Rekrutenschule?
Fast – einfach besser organisiert als bei meiner RS damals (lacht).

Prof. Dr. med. Pascal Meier bei seiner Arbeit

Prof. Dr. med. Pascal Meier bei seiner Arbeit.

Und im Vergleich zu anderen Spitälern?
Ich habe schon den einen oder anderen Einführungstag miterlebt und kann recht gut vergleichen. Ich darf sagen, dass das hier am KSGR sehr professionell und effizient läuft. Besser als andernorts. So war ich schon am zweiten Tag voll einsatzfähig und konnte Herzeingriffe durchführen.

Sie sind in Olten aufgewachsen, haben in Bern, London, Genf und an der Elite-Universität Yale gearbeitet und hätten als Koryphäe im Bereich Kardiologie auf der ganzen Welt einen Job gefunden. Was hat Sie nun gerade nach Chur gezogen?
Ich war immer ein Heimwehschweizer und bin gerne in den Bergen unterwegs. In Chur hat mich vor allem die Stelle als Chefarzt einer sehr guten Kardiologie enorm gereizt. Ich sehe für die Abteilung sehr grosses Potenzial. Vieles ist in einer Auf- oder Ausbauphase. Das zeigt sich ja schon von aussen mit dem Neubau. Man spürt die Aufbruchsstimmung, was sehr sehr inspirierend ist. Aber auch die Menschen hier sind sehr angenehm. Innerhalb und ausserhalb des KSGR.

Sie befinden sich in einem ereignisreichen Jahr. Der Wechsel ins KSGR, Umzug von London nach Chur und dann werden Sie im Oktober auch noch heiraten.
Ja, es läuft so einiges im Moment. Meine Verlobte und ich leben im Moment noch in einer Mietwohnung in Chur. Wir möchten aber gerne etwas kaufen und unsere Wurzeln hier in der Region schlagen.

Prof. Dr. med. Pascal Meier im KSGR

Prof. Dr. med. Pascal Meier untersucht einen Patienten im KSGR.

Ihnen scheint es hier wirklich zu gefallen.
Ja sehr. Wir sind sehr herzlich empfangen worden. Nicht nur hier im KSGR. Man wird hier beim Einkaufen sehr freundlich behandelt. Bei meinem ersten Einkauf hat sich ein älterer Herr in der Schlange vor mir blendend mit der Verkäuferin unterhalten. Auch wenn ich warten musste zum Zahlen, das ist doch sehr schön und für mich ungewöhnlich. In London wäre das wohl so nicht geschehen.

Sie sind sehr aktiv auf sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter & Co. Möchten Sie dem KSGR auch zu mehr Aufmerksamkeit verhelfen?
Die Social Media-Auftritte von medizinischen Institutionen haben im englischsprachigen Raum früher begonnen und haben daher auch noch etwas Vorsprung. Wir Schweizer sind von der Mentalität her wohl etwas zurückhaltender und bescheidener. Das KSGR ist erfreulicherweise im Bereich Social Media bereits sehr aktiv und macht schon vieles richtig, es ist auf verschiedenen Plattformen aktiv. Das ist auch gut so, denn hier am KSGR wird hervorragende Arbeit geleistet. Das darf die Welt auch erfahren. Die Kommunikation wird sich in Zukunft wahrscheinlich auch noch mehr auf die sozialen Netzwerke verlagern. Da ist das KSGR meiner Meinung nach aber auf gutem Weg.

Sie scheinen ein sehr technikaffiner Mensch zu sein. Wo sehen sie in den Supportprozessen im KSGR noch Potenzial?
Ich denke das sind kleine Dinge, die man optimieren kann. Beispielsweise werden in gewissen Bereichen für Diktate noch Kassettengeräte verwendet. Das könnte man noch digitaler gestalten. Das KSGR ist aber schon gut aufgestellt. Das zeigt sich ja schon mit dem Anamnese-Tool, das vor einigen Wochen hier im Blog vorgestellt wurde.

Sie stehen am Anfang Ihrer Tätigkeit am KSGR. Wir werden uns nach Ihren ersten 100 Tagen wieder treffen. Was wünschen Sie dem 100 Tage älteren Pascal Meier?
Ich wünsche ihm, dass er hier gut Fuss gefasst hat und mit seinen Plänen für die Weiterentwicklung des Kardiologie-Angebots im KSGR beginnen konnte.


Weitere Informationen zur Kardiologie finden Sie unter www.ksgr.ch/kardiologie.

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Ansprechpartner

Prof. Dr. med. 
Pascal Meier

Chefarzt Kardiologie, FMH Kardiologie und Innere Medizin

Tel.+41 81 256 63 28

Fax.+41 81 256 66 61

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